Und täglich grüßt das Murmeltier…


„Im Winter halten Murmeltiere einen ausgedehnten Winterschlaf, der zwischen sechs und sieben, aber auch bis zu neun Monate dauern kann.“ (Quelle Wikipedia).

Wie lange halten wohl die gesetzlichen Krankenkassen oder das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) noch Winterschlaf? Warum, fragen Sie? Nun die Übermittlungen z.B. der Beitragsnachweise oder Sozialversicherungsmeldungen geschehen zurzeit über E-Mail Versand durch verschlüsselte Nachrichten. Die Rückmeldungen erfolgen ebenfalls über E-Mail, aber nicht verschlüsselt. Das Verfahren ist schon lange eingespielt und es gibt bisher nur Probleme bei automatisiertem Verarbeiten der Rückmeldungen.

 Aber die Gefahr lauert an einer anderen Stelle denn im E-Mail Verkehr zwischen Arbeitgeber und Annahmestelle der gesetzlichen Krankenkassen sind viele Stellen beteiligt. Server die die E-Mail annehmen, prüfen (Viren oder SPAM) und ggf. weiterleiten oder abweisen. Beim Prüfen der E-Mail werden verschiedene Verfahren angewendet, z.B. Blacklisten; SPAM und Viren Filter, E-Mail Address Search und Reverse E-Mail Lookup.

Was passiert wenn eine Mailadresse einer Annahmestelle auf einer Blacklist landet? Oder was geschieht wenn der Provider die E-Mail der Annahmestelle als SPAM aussortiert? 

Zurzeit wird durch die Annahmestelle eine Annahmebestätigung (Bestätigung, dass der Arbeitgeber einen Beitragsnachweis oder eine Sozialversicherungsmeldung an die Annahmestelle per Mail gesendet hat und das diese dem festgelegten Format entspricht) und ggf. eine Verarbeitungsbestätigung (Bestätigung, dass die vom Arbeitgeber gesendeten Daten durch die Annahmestelle verarbeitet wurden) gesendet. 

Diese E-Mails, Annahmebestätigung und Verarbeitungsbestätigung beinhalten zurzeit noch keine Abrechnungsrelevanten Daten die zur Berechnung in der Lohnabrechnung benötigt werden. Ab 01.01.2008 ändert sich dies aber! Ab diesem Zeitpunkt wird es Meldungen des Arbeitgebers geben, so zum Beispiel die Entgeltbescheinigungen für die Beurteilung der Arbeitgeberleistung während Sozialleistungen der Krankenkasse, wo der Arbeitgeber auf eine Rückmeldung wartet. Die Krankenkasse muss somit gewährleisten, dass ihre E-Mail die durch die Annahmestelle versendet wird auch beim Arbeitgeber ankommt.

Mit den geschilderten Problemen wird dies nur eingeschränkt möglich sein und zu einem hohen Arbeitsaufwand bei Arbeitgebern und bei Softwareerstellern führen. 

Hier sollte im Vorfeld geklärt werden ob es nicht andere Verfahren der Datenübermittlung gibt (z.B. ELSTER Verfahren LSTB) um die Daten sicher zum Arbeitgeber übertragen zu können. 

Ich hoffe, dass die gesetzlichen Krankenkassen und das BMG langsam erwachen, es sind nur noch 5 Monate bis zum Jahr 2008.


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